Ascaro News August 2026
In dieser Ausgabe
- Weiteres Auf und Ab an den Finanzmärkten
- Ascaro erneut unter den Besten im Pensionskassenvergleich
- Wechsel im Stiftungsrat
- Versichertenportal – immer mehr Versicherte nutzen den digitalen Service
- Ein weiterer Pensionskassenleiter in unserer Stiftung – Gratulation!
- Politküche
Weiteres Auf und Ab an den Finanzmärkten
Die Finanzmärkte starteten bis Ende Februar positiv ins Jahr 2026. Am 28. Februar griffen US-amerikanische und israelische Streitkräfte iranische Ziele an, was die Energieinfrastruktur beschädigte und die Strasse von Hormus blockierte. Öl- und Gaspreise schossen in die Höhe, die Inflations- und Konjunktursorgen wuchsen, und die Aktienmärkte gaben im März deutlich nach. Ein von Präsident Trump im April angekündigter Waffenstillstand brachte kurzzeitig Erleichterung, doch der diplomatische Streit um die Meerenge hielt die Ölpreise volatil. Erst ein Rahmenabkommen gegen Quartalsende beruhigte die Lage. Getragen von robusten Unternehmensgewinnen und Friedenshoffnungen erreichten die Aktienmärkte im zweiten Quartal neue Höchststände, angeführt von Technologie- und Halbleiterwerten im KI-Boom. Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte der Börsengang von SpaceX Mitte Juni, mit 75 Milliarden US-Dollar der grösste in der Finanzgeschichte.
Die Obligationenmärkte standen das ganze Halbjahr unter Druck. Die hohen Ölpreise liessen die Inflationssorgen steigen, die Anleiherenditen zogen an und die Kurse sanken – Zinssenkungen rückten in weite Ferne. Die EZB erhöhte erstmals seit 2023 die Zinsen, Japan setzte seinen Normalisierungskurs fort, während die USA und die Schweiz das Zinsniveau unverändert beliessen.
Am Schweizer Immobilienmarkt schwächte sich der Mietanstieg 2026 spürbar ab, unterstützt durch tiefere Zuwanderung und sinkende Nachfrage nach den starken Preissteigerungen der Vorjahre – bleibt aber über dem langjährigen Durchschnitt. Die Bautätigkeit verharrt strukturell tief, unter anderem wegen zunehmender Regulierung und den langen Bewilligungsverfahren, weshalb eine nachhaltige Entspannung nicht in Sicht ist. Der Büromarkt zeigt sich gespalten zwischen gefragten Innenstadtlagen und schwächeren peripheren Objekten, während der Retailmarkt trotz Online-Konkurrenz robust bleibt.
Nach einem verhaltenen ersten Quartal drehte die Rendite im zweiten Quartal deutlich ins Plus. Für das erste Halbjahr resultiert für Ascaro eine Rendite von +3.50 Prozent, womit der Deckungsgrad auf geschätzte 118.51 Prozent stieg. Auf unserem Anlagevermögen erzielten wir eine ähnlich hohe Performance im Vergleich mit der internen Benchmark (3.83 Prozent) und mit dem unserer Aufstellung nahen Index «Pictet BVG 2015–25» (3.47 Prozent). Aufgrund der zurückhaltenden Aktienquote und einem überdurchschnittlichen Anteil an Schweizer Immobilien lagen wir hinter der «UBS Pensionskassen-Performance» zurück (4.35 Prozent).
Ascaro erneut unter den Besten im Pensionskassenvergleich
Bereits zum 21. Mal hat das Beratungsunternehmen Weibel Hess & Partner AG zusammen mit der «Finanz und Wirtschaft», der «SonntagsZeitung» und dem Westschweizer Magazin «Bilan» einen Vergleich der mehr als 30 frei zugänglichen Gemeinschafts- und Sammelstiftungen der zweiten Säule durchgeführt. Verglichen wurden zentrale Kennzahlen wie Anlagerenditen, Verzinsung und finanzielle Stabilität.
Die Ascaro Vorsorgestiftung erzielt auch im Pensionskassenvergleich 2026 erneut sehr gute Resultate. Bei der durchschnittlichen Verzinsung der Altersguthaben über fünf Jahre (2021–2025) belegt Ascaro den 2. Rang, bei der Anlagerendite über den gleichen Zeitraum den 3. Rang. Über fünf Jahre erzielte Ascaro eine durchschnittliche Anlagerendite von 4.22 Prozent pro Jahr, während die Sparkapitalien durchschnittlich mit 4.20 Prozent verzinst wurden.
Besonders bemerkenswert sind diese Ergebnisse angesichts der konservativen Anlagestrategie der Ascaro. Diese ist langfristig auf die Verpflichtungsstruktur ausgerichtet und legt Wert auf finanzielle Stabilität sowie ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko. Die seit 2025 geltende Strategie wurde zwar moderat risikoreicher ausgerichtet, bleibt jedoch von einer langfristig stabilitätsorientierten Anlagepolitik geprägt. Ende 2025 waren rund 30 % in Obligationen, 24 % in Aktien und 37 % in Immobilien investiert.
Der aktuelle Pensionskassenvergleich bestätigt damit einmal mehr den langfristig ausgerichteten Kurs von Stiftungsrat und Geschäftsleitung: Eine attraktive Verzinsung und gute Renditen werden mit einer vorsichtigen Bewertung der Verpflichtungen und einer auf finanzielle Stabilität ausgerichteten Anlagepolitik verbunden. Davon profitieren die Destinatäre und die angeschlossenen Unternehmen nachhaltig.
Wechsel im Stiftungsrat
Wie bereits kommuniziert, kam es in diesem Jahr zu personellen Veränderungen im Stiftungsrat der Ascaro. Mit Stefan Perrig von der Adval Tech Grenchen AG sowie Mario Trachsel, Delta Electronics (Switzerland) AG konnten die ausscheidenden Mitglieder Florian Rotzetter und Markus Rüegsegger würdig ersetzt werden.
Da mit Markus Rüegsegger auch der amtierende Vizepräsident ausgeschieden ist, hat der Stiftungsrat anlässlich seiner Sitzung vom 18. Juni 2026 die bisherige Stiftungsrätin Manuela Uboldi, Alluvia AG einstimmig zur neuen Vizepräsidentin gewählt. Manuela Uboldi ist seit vier Jahren Mitglied des Stiftungsrats und verfügt über ein langjähriges und breit abgestütztes Know-how im Bereich der Beruflichen Vorsorge.
Die Zusammensetzung des Stiftungsrats und der verschiedenen Kommissionen finden Sie auf unserer Webseite unter «Organisation» (LINK WEBSITE).
Versichertenportal – immer mehr Versicherte nutzen den digitalen Service
Unser Versichertenportal erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit: Bereits knapp 40 Prozent unserer aktiven Versicherten nutzen die digitalen Services und profitieren von den zahlreichen Funktionen rund um ihre berufliche Vorsorge.
Das Portal ermöglicht unter anderem die Einsicht in persönliche Vorsorgedaten, das Erstellen von Vorsorgeausweisen sowie Simulationen zu Einkäufen, Frühpensionierung oder Wohneigentum – einfach, sicher und jederzeit verfügbar.
Besonders freuen wir uns über die zahlreichen Rückmeldungen unserer Nutzerinnen und Nutzer. Erste Anregungen konnten bereits in die Weiterentwicklung des Portals einfliessen und führten zu verschiedenen Optimierungen. Auch künftig wollen wir das Angebot kontinuierlich ausbauen und noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Versicherten ausrichten.
Dafür sind wir weiterhin auf Ihr Feedback angewiesen. Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge oder Wünsche mit – wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und danken Ihnen für Ihre Unterstützung.
Ein weiterer Pensionskassenleiter in unserer Stiftung – Herzliche Gratulation!
Wir freuen uns, mit Amse Tobias Külhan einen weiteren diplomierten Pensionskassenleiter in unserer Stiftung zu haben. Im Frühling dieses Jahres hat er die Ausbildung erfolgreich mit dem eidgenössischen Diplom abgeschlossen. Wir gratulieren Amse herzlich zu diesem wichtigen Meilenstein und wünschen ihm weiterhin viel Freude und Erfolg bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit für unsere Stiftung.
Amse Tobias Külhan trat im April 2015 als Assistent der Geschäftsleitung in unsere Stiftung ein, heute leitet er als Mitglied der Geschäftsleitung den Bereich «Vorsorge».
Politküche
Die Altersvorsorge bleibt auch 2026 ein zentrales Thema der Schweizer Politik. Mit der Reform AHV 2030 hat der Bundesrat im Mai einen neuen Reformvorschlag in die Vernehmlassung geschickt. Ziel ist es, die AHV für die Jahre 2030 bis 2040 finanziell zu stabilisieren und gleichzeitig an die gesellschaftliche Entwicklung anzupassen. Die Vernehmlassung läuft noch bis zum 11. September 2026.
Ein Schwerpunkt der Vorlage liegt auf der Förderung der Erwerbstätigkeit bis zum Referenzalter und darüber hinaus. Wer länger arbeitet, soll künftig stärker davon profitieren können, die AHV-Rente aufzuschieben. Gleichzeitig sollen Beitragslücken geschlossen und die Beitragserhebung modernisiert werden. Eine Erhöhung des Referenzalters ist hingegen nicht Bestandteil der Vorlage.
Die Diskussion über die AHV 2030 findet allerdings vor dem Hintergrund einer weiteren wichtigen Neuerung statt: Im Dezember 2026 wird erstmals die 13. AHV-Altersrente ausbezahlt. Für deren Finanzierung hat das Parlament eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.4 Prozentpunkte beschlossen. Am 29. November 2026 werden Volk und Stände darüber abstimmen. Die zusätzliche Finanzierung wird die AHV zwar entlasten, reicht gemäss aktuellen Berechnungen aber nicht aus, um die langfristigen finanziellen Herausforderungen vollständig zu lösen.
Interessant ist dabei auch der Blick auf die zweite Säule. AHV 2030 enthält einzelne Massnahmen, die über die erste Säule hinausgehen. So soll unter anderem das Mindestalter für den Bezug von Leistungen der beruflichen Vorsorge an das in der AHV geltende Alter von 63 Jahren angepasst werden. Zudem sind Massnahmen vorgesehen, welche den Versicherungsschutz bei einer Weiterführung oder Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter verbessern sollen.
Die berufliche Vorsorge bleibt damit ebenfalls in Bewegung. Die grosse BVG-Reform wurde 2024 von der Schweizer Stimmbevölkerung abgelehnt. Dennoch sind die Herausforderungen der zweiten Säule – unter anderem die demografische Entwicklung und die langfristige Finanzierung der Leistungen – weiterhin aktuell.
Für alle, die sich vertieft mit der Entwicklung der AHV auseinandersetzen möchten, bietet der aktuelle Beitrag «AHV 2030: Modernisierung und Stabilität im Fokus» in der Online-Publikation «Soziale Sicherheit CHSS» (Herausgeber Bundesamt für Sozialversicherungen) eine interessante Einordnung. Zum Beitrag «AHV 2030: Modernisierung und Stabilität im Fokus» (externer Link).
Die politische «Küche» bleibt damit gut gefüllt. Für die Versicherten lohnt es sich, die Entwicklungen im Auge zu behalten – denn politische Entscheide zur ersten und zweiten Säule können sich langfristig ganz konkret auf die persönliche Vorsorgesituation und die Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand auswirken.
Ascaro News d’août 2026
Dans ce numéro
- Nouvelles fluctuations sur les marchés financiers
- Ascaro figure à nouveau parmi les meilleurs dans le classement des caisses de pension
- Changement au sein du conseil de fondation
- Portail des assurés – de plus en plus d’assurés utilisent ce service numérique
- Notre fondation compte désormais un nouveau responsable de caisse de pension certifié – Félicitations !
- Sphère politique
Nouvelles fluctuations sur les marchés financiers
Les marchés financiers ont bien démarré l'année 2026 jusqu'à la fin février. Le 28 février, les forces armées américaines et israéliennes ont attaqué des cibles iraniennes, endommageant ainsi les infrastructures énergétiques et bloquant le détroit d'Ormuz. Les prix du pétrole et du gaz ont grimpé en flèche, les craintes liées à l'inflation et à la conjoncture se sont amplifiées, et les marchés boursiers ont nettement reculé en mars. Un cessez-le-feu annoncé en avril par le président Trump a apporté un soulagement temporaire, mais le différend diplomatique autour du détroit a continué d'alimenter la volatilité des cours du pétrole. Ce n'est qu'un accord-cadre conclu vers la fin du trimestre qui a permis de calmer la situation. Soutenus par des bénéfices d'entreprise solides et par l'espoir d'une paix, les marchés boursiers ont atteint de nouveaux sommets au deuxième trimestre, tirés par les valeurs technologiques et les valeurs des semi-conducteurs dans le sillage de l'essor de l'IA. L'introduction en bourse de SpaceX, mi-juin, a également fait la une des journaux : avec 75 milliards de dollars américains, il s'agit de la plus importante introduction en bourse de l'histoire financière.
Les marchés obligataires ont été sous pression tout au long du semestre. La hausse des prix du pétrole a ravivé les craintes d'inflation, les rendements obligataires ont augmenté et les cours ont baissé – la perspective d'une baisse des taux d'intérêt s'est alors éloignée. La BCE a relevé ses taux d'intérêt pour la première fois depuis 2023, le Japon a poursuivi sa politique de normalisation, tandis que les États-Unis et la Suisse ont maintenu leurs taux inchangés.
Sur le marché immobilier suisse, la hausse des loyers s'est sensiblement ralentie en 2026, sous l'effet d'une baisse de l'immigration et d'un recul de la demande suite aux fortes hausses de prix des années précédentes – mais elle reste supérieure à la moyenne à long terme. L'activité de construction reste structurellement faible, notamment en raison d'une réglementation de plus en plus stricte et de la longueur des procédures d'autorisation, ce qui fait qu'aucune amélioration durable n'est en vue. Le marché des bureaux est divisé entre les emplacements très prisés du centre-ville et les biens périphériques moins attractifs, tandis que le marché de l'immobilier commercial reste solide malgré la concurrence du commerce en ligne.
Après un premier trimestre morose, le rendement a nettement rebondi au deuxième trimestre. Pour le premier semestre, Ascaro affiche un rendement de +3,50 %, ce qui porte le taux de couverture à environ 118,51 %. Nos actifs immobilisés ont enregistré une performance tout aussi élevée que celle de notre indice de référence interne (3,83 %) et que celle de l'indice « Pictet LPP 2015–25 » (3,47 %), dont la composition est proche de celle de notre portefeuille. En raison d'une exposition modérée aux actions et d'une part supérieure à la moyenne dans l'immobilier suisse, nous avons sous-performé l'indice « UBS Pensionskassen-Performance » (4,35 %).